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“www.keine-neue-Flugschneise.de” ist nicht der Gründer der Bürgerinitiative Großhadern,
Wir unterstützt die Bürgerinitiative Großhadern (BIG) und veröffentlicht ihre Beiträge und Informationen hier.
Die folgenden Beiträge wurde durch die BIG erstellt.

Liebe Großhaderner, liebe Mitglieder der BIG,

nach gut drei hektischen Monaten möchten wir über unsere Aktivitäten, Erfolge und neuen Erkenntnisse berichten. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um den Dachlandeplatz und die Flugschneisen, sondern auch um die Lenkung des gesamten Klinikumverkehrs über die Marchioninistraße zu einem überdimensionierten Parkhaus, die Zufahrt auch zur Notaufnahme und allgemein den Umgang mit dem stetig zunehmenden Verkehr in unserem Viertel*
*) Anm.: Zu allen mit * gekennzeichneten Themen finden Sie die Schriftsätze, Anlagen oder die von uns erstellten Informationsblätter mit vielen Details unter Bürgerinitiative Grosshadern (BIG) Informiert

Hier unsere bisherigen Aktivitäten und Resultate, gegliedert nach Ansprechpartnern und Behörden:

I. Luftamt Südbayern
  1. Wir haben Einwendungen* gegen den Landeplatz von weit über 100 Seiten mit einem Gutachten von der renommierten Agentur RegioConsult, die uns vom Bundesverband gegen Fluglärm empfohlen wurde, eingereicht.
  2. In der Bezirksausschuss-Sitzung am 13.05.2019 wurde zudem die ausführliche Stellungnahme der Stadt München* an das Luftamt bekannt. Auch sie lehnt den beantragten Dachlandeplatz ab und fordert weitere Untersuchungen, auch von alternativen Flugschneisen, um abzuklären, welche konkreten Maßnahmen erforderlich sind, um den berechtigten Schutzansprüchen der Anwohner Rechnung zu tragen. Die Lärmbelastung für die Anwohner, darunter auch acht Kindertagesstätten*, als viel zu hoch angesehen. Außerdem beschreibt sie umfangreiche, teuere Brandschutzmaßnahmen., die u.a. auch wegen der Überschreitung der Hochhausgrenze erforderlich werden.

 

II. Klinikum der Universität München / Staatliches Bauamt München 2
  1. Die Informationsveranstaltung, die wir schon letzten Herbst in der Bürgerversammlung beantragt hatten, wurde auf unseren Druck hin früher als geplant, nämlich am 28.03.2019 abgehalten, allerdings vorsichtshalber ohne Presse, denn der Unmut der Bürger war groß. Leider wurden auch wesentliche Fragen nicht beantwortet, dafür neue aufgeworfen. Zum Beispiel wich der Sachverständige von seinem eigenem Gutachten ab und es wurde plötzlich eine Umsetzungsschneise nach Westen beschrieben, zu der uns auch auf Nachfrage bis heute keine weiteren Informationen zugesandt wurden.
  2. Am 06.05.2019 hatten fünf Vertreter der BIG ein Gespräch mit der Klinikleitung und dem Staatlichen Bauamt München 2. Als wesentliche Ergebnisse aus unserer Sicht möchten wir festhalten:
  • Hinsichtlich des Dachlandeplatzes (DLP) gab es keine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel, eine direkte Anbindung des Hubschrauberlandeplatzes an Schock- oder Operationsräume möglichst unter Einhaltung der bisherigen Flugschneisen zu ermöglichen, obwohl uns die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bestätigte, dass bei der Teilnahme am Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) räumliche Nähe auch anders als durch einen Dachlandeplatz erreicht werden kann*.
  • Unsere Vorschläge, einen Landeplatz auf einem Gebäude im Westen des Operationszentrums (OPZ) zu planen, wurden abgelehnt, da das Klinikum die Flächen im Westen (“Filetstückchen”) noch für Besseres aufheben möchte, z.B. ein nicht näher definiertes Forschungszentrum.
  • Es stört offensichtlich nicht, dass Schwerkranke bei geschlossenen Fenstern 70 dB und bei offenem Fenster 94 dB ausgesetzt werden, 8 Kindertagesstätten überflogen werden, Krankenwagen kaum noch zur Notaufnahme durchkommen und es dort nur ein paar Kurzzeitparkplätze geben soll, weil OPZ und Herz-Lungen-Gefäßzentrum (HLG) für den DLP nahe beieinanderstehen müssen.
  • Bei den Planungen waren die möglichen Folgen für Anwohner offensichtlich nicht relevant.
  • Bezüglich des geplanten Parkhauses wurden Maßnahmen zum Schutz der Anwohner vor Lärm in Aussicht gestellt. Weiterhin soll nach Abschluss der Bauarbeiten die Fläche zwischen Parkhaus und nördlicher Grundstücksgrenze entsiegelt und begrünt werden. Jedoch soll immer noch das durch den Bebauungsplan vorgegebene Baurecht um ein Mehrfaches überschritten werden. Die BIG soll im Sommer 2019 über die Ergebnisse einer Bauvoranfrage und die resultierende, detailliertere Planung des Parkhauses informiert werden.
  • Die überwiegende Zufahrt über die Marchioninisstraße steht für das Klinikum nicht zur Disposition. Eventuelle Beeinträchtigungen der gesamten Verkehrslage wären nicht durch die Verkehrssteuerung des Klinikums verursacht und gingen es nichts an.
III. Bezirksausschuss 20 Hadern (BA)
Der BA schloss sich uns mittlerweile dreimal einstimmig an:
  1. Er lehnte im März 2019 auf einen Antrag von Dr. Renate Unterberg (Bündnis 90/Die Grünen) hin den luftrechtlichen Antrag für den Dachlandeplatz unter anderem wegen der dauernd wechselnden Angaben des Klinikums zu den Flugbewegungszahlen* ab.
  2. Im April 2019 forderte der BA auf einen Eilantrag von Peter Winklmeier (CSU) hin die LH München auf, sofort Gespräche mit dem Klinikum Großhadern, dem staatlichen Bauamt und dem Landkreis München bezüglich der Zufahrtsmöglichkeit und den betroffenen Verkehrsknotenpunkten* im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Parkhauses und den geplanten Neubauvorhaben auf dem Klinikgelände aufzunehmen.
  3. Im Mai 2019 forderte er auf Antrag von Dr. Didona Weippert (SPD) die Bauverwaltung und das Klinikum Großhadern auf,
    – vor Beginn des Wettbewerbs eine Machbarkeitsstudie mit den Vorgaben einzuholen:Einhaltung der bisherigen Flugschneisen und direkte Anbindung des Landeplatzes, ggf. unter Verlagerung einzelner bestehender oder Schaffung weiterer Schockräume und Operationsräume

– den Wettbewerb so lange zu verschieben, bis die wichtigsten Fragen geklärt sind und eine längerfristig sinnvolle, für die Bürger Großhaderns und Patienten bessere Lösung gefunden wurde
(vgl. Artikel in der SZ / Stadtviertelteil Hadern vom 17.05.2019, auch auf www.keine-neue-flugschneise.de unter “Pressemeldungen”, und unsere entsprechende Anregung für diesen Beschluss*)

IV. Bayerischer Landtag
  1. Der Vorsitzende der Kreisgruppe München des BUND Naturschutz und MdL Christian Hierneis (Bündnis 90/Die Grünen) brachte zwei Anfragen* mit jeweils 24 detaillierten Fragen zum Umbau des Klinikums und zu den von der BIG kritisierten Punkten im Landtag ein, z.B.:

– Wird bzw. wurde eine neue Machbarkeitsstudie mit den Vorgaben eingeholt, die
bisherigen Flugschneisen einzuhalten und eine kostengünstigere direkte Anbindung eines Bodenlandeplatzes zu den (ggf. neu zu errichtenden) Schock- und Operationsräumen zu schaffen?

– Welche Alternativen zum jetzt angedachtem Dachlandeplatz wurden geprüft (bitte jeweils einzeln mit Begründung und Ergebnis auflisten)?

– Ist der Staatsregierung bekannt, dass die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) nicht einen Dachlandeplatz oder einen neuen Hubschrauberlandeplatz, wie im Genehmigungsantrag behauptet, fordert, sondern nur einen unmittelbaren Zugang zum Schockraum möglichst ohne Umlagerung?

– Werden in Rettungshubschraubern Fahrtragen verwendet, die auch in den Rettungswagen benutzt werden können, damit keine Umlagerung, sondern höchstens eine Umbettung erforderlich ist?

– Wird in Bayern bzw. im Klinikum Großhadern auf eine entsprechende Normierung verzichtet?

Mit einer Antwort der Staatsregierung ist erst Anfang Juli zu rechnen. Wir sind schon sehr gespannt, wie ausführlich und fundiert die Anfragen beantwortet werden.

  1. Auch MdL Florian Siekmann (Bündnis 90/Die Grünen), der das Direktmandat für den Landtag hier in Hadern nur knapp verpasste, https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.landtagswahl-bayern-2018-muenchen-hadern-ergebnis-wie-wurde-gewaehlt.efe7533e-283b-47c5-a284-342d0c225227.html, stellte bereits zwei Anfragen* im Landtag, um uns zu unterstützen.
    Die Antworten des Bauministeriums illustrieren die Situation sehr gut, denn die gestellte Frage wird schlichtweg nicht beantwortet bzw. es werden falsche Zahlen genannt (z.B. Nichtberücksichtigung der Flugbewegungen von Fremdhubschraubern).
  2. Wir hoffen sehr, dass sich noch weitere Politiker für eine Aussetzung der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs für die Neubauten auf dem Klinikareal und eine Verlagerung des geplanten Landeplatzes stark machen.

Wir haben deshalb mit unserem Landtagsabgeordneten und Justizminister Georg Eisenreich, CSU, und dem Kultusminister Prof. Michael Piazolo, Freie Wähler, gesprochen, wissen aber noch nicht, ob sie sich für die Bürger Großhaderns einsetzen.

  1. Wir haben eine Petition* im Landtag eingebracht. Ziel ist, eine echte Alternativenprüfung im westlichen bzw. südwestlichen Klinikareal zu erreichen. Auch wenn das Klinikum bzw. das Bauamt entgegen den Gepflogenheiten eine Äußerung des Petitionsausschusses nicht abgewartet hat und am 3. Juni 2019 die Unterlagen für den Planungswettbewerb an 22 (bezahlte*) Wettbewerber versandt hat, ist sie immer noch, auch im Rahmen des Wettbewerbs unter Nutzung des Sachwissens der Wettbewerber möglich.

Bezeichnend ist die Aussage des Klinikums, wie sie im Artikel der SZ  vom 050.6.2019 (Papierausgabe: 06.06.2019) wiedergegeben wurde: “….die Situierung des Dachlandeplatzes in unmittelbarer Nähe des bereits funktionierenden Schockraums sei eine “wesentliche Vorgabe für den Planungswettbewerb”. Man habe andere Standorte für den Landeplatz untersucht, aber die nun “geplante Verortung ist aus Sicht des Klinikums alternativlos”.

Trotz mehrerer Anfragen gab es bisher durch das Klinikum und die Bauverwaltung allerdings keine Einsicht in diese angeblich erfolgten Alternativplanungen, sondern nur höchst pauschale Verweise auf verschiedene Himmelsrichtungen ohne genaue Beschreibung, was konkret geprüft wurde: Nur andere Stellen für das HLG, Landeplatz auf einem Park- bzw. Forschungshaus im Westen, Verlagerung des Bodenlandeplatzes, Landeplattform im Westen, unter- bzw. überirdische direkte Zugänge, etc…. Unsere Befürchtung: es wurde überhaupt keine sinnvolle Alternative ernsthaft angedacht.

Wir haben daher konkrete Auskünfte vom Wissenschaftsministerium gefordert.

V. Landeshauptstadt München
  1. Herrn Oberbürgermeister Dieter Reiter haben wir ebenfalls gebeten, sich für uns einzusetzen. Er sagte uns eine Besprechung mit allen im Hinblick auf die Umgestaltung des Klinikums beteiligten Referaten zu, die gerade organisiert wird.
  2. Bereits vor der Informationsveranstaltung haben wir eine 14-seitige Stellungnahme zum Verkehrsgutachten Teil A des Klinikums, “Neugestaltung des Klinikums”, für die beteiligten Referate der Stadt und die Stadträte im Verkehrsausschuss gefertigt. Teil B stand uns damals noch nicht zur Verfügung. Wir sind jedoch in Kontakt mit den beteiligten Referaten.
VI. Andere Bürgerinitiativen und Organisationen
  1. Wir sind Mitglied in der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, https://www.fluglaerm.de/
  2. Es gibt sehr viele sehr gute Bürgerinitiativen in München, aber auch z.B. in Hersbruck. Wir beginnen, uns auszutauschen und von ihren Erfahrungen zu lernen. Gerade wird ein Bündnis West der Bürgerinitiativen im Münchner Westen gegründet, da alle ähnliche Erfahrungen machen.
  3. Wir sind im Forum Lebenswertes München, ein überparteiliches, unabhängiges Forum aus Bürgerinitiativen, Vereinen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus ganz München, die im Bereich Infrastruktur, Stadtplanung, Bürgerbeteiligung und Ökologie aktiv sind, http://www.forum-lebenswertes-muenchen.de/
Unterstützen Sie uns weiterhin – gemeinsam sind wir stärker

Bitte tragen Sie sich in die Listen ein: Je mehr Bürger sich dieser Bürgerinitiative anschließen, umso größer ist das Gewicht bei den Verhandlungen mit den Behörden und politischen Entscheidungsträgern.

Bitte engagieren Sie sich mit uns, denn es gibt viel zu tun. Möchten Sie bei uns aktiv mitarbeiten oder Teilaufgaben übernehmen? Wir würden uns freuen, Sie in unseren Reihen begrüßen zu dürfen.

Bitte schreiben Sie an Politiker, Ministerien, Zeitungen, etc., gerne auch per Email, rufen Sie dort an oder machen auf andere Weise auf unser gemeinsames Anliegen aufmerksam. Fordern Sie z.B. die umfangreiche Alternativenprüfung an.

An dieser Stelle möchten wir nochmals betonen, dass sich die Bürgerinitiative Großhadern überparteilich engagiert, aber natürlich jede Unterstützung auch zu würdigen weiß und sich dafür bedankt.

Weitergehende Informationen findet man auch hier:

Aktive Mithilfe: Bitte melden und mitmachen – wir freuen uns über jede Beteiligung!
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