ForumKategorie: SonstigesBürgerinitiative Großhadern – Wir stellen uns vor
Bürgerinitiative Großhadern schrieb vor 4 Monaten

Wir möchten eine wesentlich bessere Beteiligung der Bürger bei der Neugestaltung des Klinikums Großhadern erreichen
Wir stellen es nicht in Frage, dass große Teile der Kliniken aus der Innenstadt hierher verlagert werden oder ein Neubau erforderlich ist. Großhadern ist aber ein liebenswertes, gewachsenes Stadtviertel, nicht nur einige Häuser um das Klinikum herum. Wichtig ist daher eine gemeinsame Gestaltung. Bisher informieren weder das Klinikum, die Bauverwaltung oder die Stadt von sich aus. Schriftliche Anfragen werden eigentlich nur mit inhaltsleeren und floskelhaften Abwehrbriefen beantwortet.
Nur durch Zufall haben wir von dem luftrechtlichen Genehmigungsverfahren erfahren. Hier sind wir schon aktiv und haben uns u.a. professionelle Hilfe für die Formulierungen der Einwendungen geholt, um diese rücksichtslos geplanten Flugschneisen über Großhaderner Wohngebiet zu verhindern. Unser Konzept stellen wir im nächsten Beitrag vor.
Wir wollen aber auch gehört werden, wenn es z.B. um die Verkehrsplanung geht. Eine totale Verstopfung der Sauerbruchstraße und der Kreuzungen macht das Viertel kaputt. Wir werden euch dazu demnächst weiter informieren.
Bitte engagiert euch mit uns, damit wir eine gute Lösung für alle finden.

Eure Bürgerinitiative Großhadern
buergerinitiative.grosshadern@gmail.com

Admin Admin antwortete vor 4 Monaten

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative Großhadern finden Sie hier: https://keine-neue-flugschneise.de/big/

1 Antworten
Bürgerinitiative Großhadern - BIG antwortete vor 4 Monaten

Bericht aus der BA-Sitzung vom 11.3.19
Prof. Dr. Jauch stellte das Großvorhaben vor. Die Architektenausschreibung läuft bereits EU-weit. Leider könne man deshalb an den Plänen nichts mehr wesentliches ändern.
Wir finden: Das stimmt nicht – Die Ausschreibung kann gestoppt und geändert werden. Sie soll nur ein weiterer Schritt der bekannten “Salamitaktik” sein, mit der Fakten geschaffen werden ohne vorherige Bürgerbeteiligung – Zu diesem Zeitpunkt geht das noch verhältnismäßig billig. Schließlich geht die Ausschreibung auch einfach von einem genehmigten Dachlandeplatz aus – auch hier ist nichts entschieden.
 
Das sechsstöckige Parkhaus auf dem bisherigen großen Parkplatz soll nun sogar 1700 Parkplätze bekommen. Er habe da schon zweimal mit Fr. Merk gesprochen.
Wir finden: Das geht so nicht Auch jetzt schon wird der Parkplatz als Park&Ride und vor allem durch Beschäftigte und Studenten der LMU-Gebäude, nicht durch das Klinikum genutzt. Zur Zeit hat er laut Machbarkeitsstudie/Masterplan, die/der übrigens auch laufend durch das Klinikum/Bauverwaltung fortgeschrieben wird und somit jederzeit abänderbar ist, 598 Stellplätze. 1700 Stellplätze sind also völlig überdimensioniert. Der gesamt Zufahrtsverkehr soll über die Kreuzung Sauerbruch-/ Marchioninistraße erfolgen. Die Folge wäre eine totale Verstopfung unserer Straßen, Ausweichparker rundum, Ausweichen des Durchgangsverkehrs in die Heiglhofstraße, etc. Und auch das alles als “Vorweg”Maßnahme völlig ohne Bürgerbeteiligung.
Wir haben erreicht: Immerhin hat das Klinikum nun den link zu einem von ihm eingeholten Verkehrsgutachten auf seine Homepage gestellt. Bitte beschäftigt euch auch damit, denn wir befürchten, dass die Stadt dieses “Privat”Gutachten als Grundlage für planerische Entscheidungen verwenden möchte.

http://www.klinikum.uni-muenchen.de/download/de/neubau-grosshadern/verkehrsgutachten_teil_a.pdf

 
Der Bebauungsplan 17a/17b soll aufgeteilt und in wesentlichen Punkten abgeändert werden. Auch bisher ohne jede Bürgerbeteiligung.
Wir finden: So geht das nichtDas Gesamtkonzept ist ein planerisches Großvorhaben mit Bebauungsplanänderungen, luftrechtlichen Genehmigungen, deshalb korrekterweise einzurichtenden Bauschutzbereichen (d.h. in festgelegten Gebieten darf nur in bestimmter Höhe gebaut werden), großen Veränderungen in den Verkehrsflüssen, etc. Das muss als Einheit betrachtet werden und daher ein förmliches Planfeststellungsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Es müssen neutrale Gutachten eingeholt werden.
 
Es ist  ein InVitro-Gebäude mit Kühltürmen und Sauerstofftanks zur Flutung des Gebäudes im Falle einer Havarie, ca. 40 m vor Wohnbebauung, S. 60, 77 der Machbarkeitsstudie/Masterplan geplant.
Wir finden: Es ist viel zu gefährlich, an gefährlichen Biostoffen, Bakterien und Viren, etc. so nahe an der Wohnbebauung zu lagern und daran zu forschen. Eine Havarie ist eben nicht unwahrscheinlich, wie uns das Klinikum glauben machen will. Erst vor einigen Jahren versagte unserer Erinnerung nach die Lüftungstechnik des Chemischen Instituts und Schadstoffe wurden ungefiltert in die Umgebung abgegeben. Der Dachlandeplatz ist dann direkt daneben. Gerade Starts und Landungen sind auf der kleinen Plattform kritisch. Neue Techniken sind nicht immer besser, wie man zur Zeit gut anhand der Landeverbote für best. Flugzeuge fast weltweit sehen kann.
 
Patienten, insb. im alten Bettenhaus müssten die Fenster geschlossen halten und ansonsten den Fluglärm hinnehmen.
Wir finden: da muss sich jeder selbst seine Gedanken machen, inwieweit es wirklich um Patientenwohl geht. Wir verweisen nur auf S. 39 des Lärmgutachtens. Selbst dieses geht schon von Maximalpegeln von 70 dB bei geschlossenen Fenstern aus.
 
Nördlich des Parkhauses soll ein Grünstreifen kommen
Wir finden: Das wäre schön, wenn es denn so wäre. Die Straße soll dort soll nun durchgehend gemacht werden bis zu den LMU-Unigebäuden. Es ist zu befürchten, dass hier Einfahrt und Ausfahrt des Parkhauses geplant sind. Es sind viele sog. Rigolen, d.h. Sickergruben  – also KIES – vorgesehen. Große Teile des Wassers des gesamten Klinikgeländes sollen in dieses nach Norden und damit zu den Häusern hin abfallende Gebiet geleitet werden. Spätestens bei Starkregen sind Überschwemmungen und starkes Ansteigen des Grundwasserpegels zu befürchten.
 
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN haben im BA einen zweiseitigen Fragenkatalog an das Klinikum vorgestellt, denn trotz zahlreicher Versprechen der Klinikleitung und Anfragen des BA über die Jahre hinweg liegen keine belastbaren Informationen zu wesentlichen Punkten vor. Auch an diesem Abend stellte das Klinikum wieder andere Zahlen zu den Flugbewegungen vor, die im Widerspruch zu seinem eigenen Lärmgutachten standen. Bisher ist weder dargestellt noch nachgewiesen, wie und von wem diese Zahlen erhoben werden noch welche Flüge (Notfälle, Verlagerungen zwischen Krankenhäusern, reine Tankflüge) erfasst sind. Auch sind die Zahlen in den Gutachten nicht nachvollziehbar dargestellt und widersprechen sich zum Teil sogar.
Genauso wenig wurden andere Behauptungen, die als Begründung für den Dachlandeplatz dienen sollen, nachgewiesen, z.B. weshalb nicht ein direkter Zugang vom Bodenlandeplatz zum OPZ eingeplant wurde oder jetzt noch nachgerüstet wird. Was genau hat die Deutsche Unfallversicherung auf welcher gesetzlichen Grundlage gefordert?
 
Der BA war daher einstimmig der Auffassung, dass er wegen dieser unzureichenden Datengrundlage der Stadt gegenüber die Stellung einnimmt, dem Genehmigungsverfahren in dieser Form nicht zuzustimmen.
Wir danken ihm sehr
 

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